Winterreifen




Heiße Karren, Autopannen, Ärgernisse im Straßenverkehr

Winterreifen

Beitragvon Dreamer » Mo 25. Okt 2010, 13:34

Während die Politik noch fleißig über Nachbesserungen bei der Winterreifenpflicht debattiert, kaufen die Autofahrer gnadenlos die Bestände auf. So zumindest muss es einem vorkommen, wenn man dieser Tage Winterreifen bestellen will oder auch nur einen Termin zum Räderwechsel vereinbaren möchte. Es ist nichts zu bekommen, weder Reifen noch Termine sind kurzfristig verfügbar. Dabei gab es im Süden Deutschlands schon die ersten Schneeunfälle.

Mit der neuen gesetzlichen Regelung wird Anfang November gerechnet - reichlich spät. Dann wird aber hoffentlich erstmals definiert, was ein Winterreifen ist und wann ein solcher gefahren werden muss. Bisher wurden im allgemeinen Sprachgebrauch Reifen mit der Kennzeichnung „M + S“ (Matsch und Schnee) als Winterreifen bezeichnet. Nach der bisherigen Regelung, die vor einigen Jahren eingeführt wurde, reichte bei winterlichen Straßenbedingungen aber auch ein Ganzjahresreifen aus. Die Regelung muss nun jedoch nachgebessert werden, da sie zu schwammig formuliert war. Es ist aber davon auszugehen, dass auch zukünftig Ganzjahresreifen im Winter zulässig sind. Die Winterreifenpflicht gilt zudem auch nur, wenn ein Fahrzeug tatsächlich bei schlechtem Wetter benutzt wird.

Wer also im Falle eines Schneefalles bei Freunden oder Kollegen mitfahren kann, benötigt rein rechtlich gesehen keine Winterreifen. Jedoch haben Winterreifen bei niedrigen Temperaturen auch auf trockener Fahrbahn die besseren Fahreigenschaften. Die oftmals genannte Grenze von 7 °C stimmt so pauschal nicht. Allerdings dient sie dennoch als Faustregel. Denn wenn tagsüber 7° herrschen, dann muss man nachts auf jeden Fall mit Bodenfrost rechnen. Dagegen empfiehlt es sich nicht, Winterreifen im Sommer zu fahren, da bei warmen Temperaturen die Mischung zu hart ist, sie dadurch an Haftung verlieren und auch schneller verschleißen. Dagegen erkauft man sich bei Ganzjahresreifen den Komfort, nicht alle halbe Jahre wechseln zu müssen, mit Kompromissen bei der Sommer- und Wintertauglichkeit. Für Wenigfahrer sind sie eine bequeme Alternative; Vielfahrer, die täglich auf das Auto angewiesen sind, sollten jedoch lieber je nach Jahreszeit echte Sommer- bzw. Winterreifen aufziehen.

Über die Qualität von Reifen informiert z.B. der ADAC regelmäßig anhand von aufwendigen Tests.
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Re: Winterreifen

Beitragvon Vourdalak » Mo 25. Okt 2010, 15:39

Ich muss ehrlich sagen, halbjährlich Reifen wechseln ist doch nun wirklich kein Umstand. Die Stunde hat man schon mal Zeit + die Zeit um dann an die Tanke zu fahren und die Luft zu prüfen.
Leider können wir uns nicht an die Faustregel halten " Winterreifen von O-O drauflassen" ( Oktober bis Ostern), bei uns schneit es schon von Oktober bis teils Mai.
Aber wir haben Ende September gewechselt, 2 Wochen später fiel der 1. Schnee. Und an diesem WE des 1. Schneefalles gab es hier 8 Glatteis- und Schneeunfälle.
Auf dem Feldberg war alles blockiert durch LKWs mit Sommerreifen.

Ich persönlich finde, man kann nicht alles regulieren und für alles Gesetze erlassen. Vor allem, weil in manchen Breitengraden normale Ganzjahresreifen ausreichen. Bei uns z.b. brauchts mind. 10 Tage im Jahr Schneeketten, da kommen Räumfahrzeuge nicht nach + die Verwehungen..... Also eine allgemeine Regelung zu haben finde ich da auch nicht so toll. Wie gesagt, bei uns haben die Einheimischen immer ab Oktober Schneeketten im Kofferraum. Aber ich verstehe auch nicht die Leute, die sich nicht um Sicherheit kümmern. Es ist doch nicht wirklich teurer 2 Mal Reifen zu haben ( wenn man nur ein halbes Jahr fährt, fährt man doch auch nicht so viel Profil ab und kann die Reifen noch später wieder nutzen :naja: ), wenn man selbst wechselt und nicht in eine Werkstatt geht. Einen Keller, eine Garage etc zum lagern haben auch die allermeisten Leute und wegen der h Arbeit fällt auch niemanden ein Zacken aus der Krone ( ihr Chromgedöns putzen viele Kerle am Auto auch stundenlang penibel).
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Re: Winterreifen

Beitragvon Dreamer » Mo 25. Okt 2010, 16:02

Da sprichst Du ein paar wichtige Punkte an.

Zunächst einmal ist die Pflicht ja wetterabhängig, d.h. auch wenn die Regelung zunächst einmal pauschal und bürokratisch erscheint, berücksichtigt sie dennoch die örtlichen Unterschiede.

Bezüglich der Räderpflege ist es ja eher so, dass viele Autoliebhaber im Winter wechseln, um die (Chrom-) Felgen zu schonen. Sogar meiner Frau musste ich deswegen am Wochenende die Räder wechseln, obwohl sie momentan auch im Sommer Winterreifen fährt, weil sie die geschenkt bekommen hat. Und die ist beileibe keine Autonärrin, aber vermackte Alufelgen will sie trotzdem nicht riskieren. Diese Einstellung kennt man sonst ja eher nur in Bezug auf Schuhe ... :pfeif:

Wegen des Aufwands bin ich voll Deiner Meinung. Ob man nun Sommer- oder Winterreifen abnutzt, das kostet fast das gleiche. Lediglich der Wechsel und ein zusätzlicher Satz Felgen fallen hier an. Dagegen ist die Lagerung nicht immer ganz unproblematisch, aber mittlerweile bieten das auch Reifenhändler an.

Meiner Frau wechsle ich die Räder nur unter der Bedingung, dass dies vor November geschieht, ansonsten darf sie sich selber um einen Termin in der Werkstatt bemühen, was bekanntlich dauern kann. Dies rührt daher, dass ich mir mal beim Wechseln ihrer Reifen Mitte November tierisch die Finger abgefroren habe. Zwar lag noch kein Schnee, aber es war halt bitterkalt und das möchte ich mir dann doch nicht antun. Ich selber habe lange Zeit nicht gewechselt, als ich noch keinen weiten Arbeitsweg hatte. Damals konnte ich das Auto zur Not auch mal stehen lassen, was dann auch etwa zwei, drei Male im Jahr vorkam. Ansonsten war mit meinem Kleinwagen immer flinker als so mancher Fahrer eines Oberklasse-Modells mit Heckantrieb.

Unverzichtbares Werkzeug ist m.E. ein Drehmomentschlüssel und ein Rangierwagenheber, denn mit dem Radkreuz und dem im Reserverad verstauten Faltwagenheber macht das echt keinen Spaß. Und insbesondere bei Alufelgen muss man eh auf das richtige Anzugsdrehmoment achten. Grundsätzlich besteht eher die Gefahr, dass man die Radschrauben zu fest anzieht.

Einen Drehmomentschlüssel habe ich mir mal vor Jahren besorgt, ein Rangierwagenheber ist in Bestellung.
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Re: Winterreifen

Beitragvon Vourdalak » Mo 25. Okt 2010, 16:41

:naja: okay, mit deinen Fachbegriffen kann ich nicht mitreden.
Ja, das Lagerproblem : wir haben weder Keller, noch Garage. Deshalb lagern unsere Reifen bei der Schwiegerfamilie im Eigenheim :happy: . So fahren wir 2 Mal im Jahr hin. Und Männe und ich wechseln gemeinsam die Reifen.

Bezüglich der Räderpflege ist es ja eher so, dass viele Autoliebhaber im Winter wechseln, um die (Chrom-) Felgen zu schonen.

Aha, kann ich nicht nachvollziehen. Das Auto gehört zwar gepflegt, aber es ist eben auch ein Gebrauchsgegenstand und das nutzt sich nun mal ab. Naja, wir haben nen 16 Jahre alten Golf, da nimmt man sowas nicht wichtig ;-)

Und klar : hätte ich die Möglichkeit im Winter Bus/Bahn/S-Bahn etc zu fahren, würde ich wohl das Auto nicht benutzen.
Aber wenn man ländlich wohnt, selbst wenn man nicht auf Arbeit müsste, das Auto nur zum Einkaufen oder notfalls Arztbesuche etc bewegt, selbst dann würde ich für gute Reifen sorgen.
Vielleicht kommt kein harter Winter, vielleicht fährt man nur einmal im Monat mit dem Auto, da rechnet sich für viele Kosten-Nutzen-Faktor nicht.
Aber es gäbe mir eine (trügerische) Sicherheit. Klar, können auch mit diesen Reifen Unfälle passieren. Und mal abseits irgendwelcher Regelungen oder Gesetze.

Ich sehe es einfach so: ein Auto ist ein Werkzeug. Und ich pflege mein Werkzeug auch ( klingt blöd, wenn frau das schreibt :happy: ). Ich will beim Heimwerken/Arbeiten Sicherheit und deshalb halte ich mich an Sicherheitsvorkehrungen.
Drehmomentschlüssel und ein Rangierwagenheber
wie oben schon angesprochen, habe ich keine Ahnung von solchen Dingen. Meine Aufgabe beim Reifenwechsel, oder ich sollte besser sagen : Kompletträderwechsel, beschränkt sich aufs Schrauben lösen, Rad abnehmen, Rad wegrollen, neues Rad holen Männe macht die weiteren Arbeiten.
Aber ich glaube mein Schwiegervater hat nicht so nen Wagenheber (zumindest wenn ich Googlebilder vergleiche sieht unserer recht poblig aus :naja: ) aber es tut.

Naja, was ich eigentlich sagen wollte : man investiert sinnlos so viel Zeit, dann kann man das Stündchen halbjährlich immer mal einplanen
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Re: Winterreifen

Beitragvon Dreamer » Mo 25. Okt 2010, 18:44

Vourdalak hat geschrieben:Aber wenn man ländlich wohnt, selbst wenn man nicht auf Arbeit müsste, das Auto nur zum Einkaufen oder notfalls Arztbesuche etc bewegt, selbst dann würde ich für gute Reifen sorgen.
Vielleicht kommt kein harter Winter, vielleicht fährt man nur einmal im Monat mit dem Auto, da rechnet sich für viele Kosten-Nutzen-Faktor nicht.
Aber es gäbe mir eine (trügerische) Sicherheit. Klar, können auch mit diesen Reifen Unfälle passieren. Und mal abseits irgendwelcher Regelungen oder Gesetze.


Also bei Schnee ist ein Winterreifen immer im Vorteil, das ist also ein echtes Sicherheitsplus. Vom Bremsverhalten mal ganz abgesehen reicht es ja schon, wenn man beim Anfahren nicht gleich die Schneedecke glattpoliert (darüber freut sich dann jeder Hintermann) oder gar nicht vom Fleck kommt (auch das freut den nachfolgenden Verkehr).

Ach und wegen der Begriffe: Das war sowieso allgemein gemeint und nicht speziell an Dich. Ein Rangierwagenheber hat einen langen Bedienhebel und ist auf Rollen gelagert. Man schiebt ihn unters Auto und pumpt ihn hoch. Das geht schneller und bequemer als mit diesem Kurbeldingen aus dem Bordwerkzeug. Dagegen kann man mit dem Drehmomentschlüssel die Kraft begrenzen, mit der man die Radschrauben anzieht. Man zieht so lange an, bis der voreingestellte Wert erreicht ist, was sich durch ein lautes Knacken bemerkbar macht. So kann man vermeiden, dass die Räder zu fest angezogen werden, damit sich die Felge nicht verzieht und die Schrauben nicht reißen.
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Re: Winterreifen

Beitragvon Dreamer » Sa 4. Dez 2010, 03:07

Die neue Regelung ist nun in Kraft getreten.
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Re: Winterreifen

Beitragvon Pointy » Mi 8. Dez 2010, 23:33

Ich hatte bisher immer Winterreifen drauf.
Bin ich auch ganz froh rum.
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Re: Winterreifen

Beitragvon Dreamer » Mi 8. Dez 2010, 23:36

Heute haben mir selbst die Winterreifen nichts genutzt. Wobei mir das ja sogar Spaß macht ... :pfeif:
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Re: Winterreifen

Beitragvon Dreamer » Fr 10. Dez 2010, 10:51

Der Winter hat uns hier ganz schön im Griff. Massenweise Unfälle, gestern ein schwerer mit Todesfolge auf der A2, kaum jemand erscheint pünktlich zur Arbeit oder in der Schule.

Die letzten 300 m bis vor die Haustür musste ich gestern rückwärts fahren, da ich momentan ein Auto mit Heckantrieb habe und das bergauf schon bescheiden ist ...
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Re: Winterreifen

Beitragvon Pointy » Sa 11. Dez 2010, 22:41

Die letzten 300 m bis vor die Haustür musste ich gestern rückwärts fahren, da ich momentan ein Auto mit Heckantrieb habe und das bergauf schon bescheiden ist ...

:eek: Wahnsinn......
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Re: Winterreifen

Beitragvon niceKatjes » Di 14. Dez 2010, 22:54

"Winterreifen im Sommer zu fahren, da bei warmen Temperaturen die Mischung zu hart ist" :eek:
wie jetzt? ich dachte, Winterreifen sind weicher oder werden die nur im Sommer härter?
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Re: Winterreifen

Beitragvon Dreamer » Mi 15. Dez 2010, 12:03

niceKatjes hat geschrieben:wie jetzt? ich dachte, Winterreifen sind weicher oder werden die nur im Sommer härter?


Das Ganze verläuft ziemlich gegenläufig, die Gummimischung von Sommerreifen verhärtet mit sinkenden Temperaturen, während dieser Effekt bei den Winterreifen durch entsprechende Mischungen ausbleibt. Ich habe noch gelernt, dass Winterreifen im Sommer verhärten, das scheint wohl heute nicht mehr der Fall zu sein. Früher konnte man aber auch die Winterreifen bei trockener Straße und Temperaturen über 0 °C auch am Abrollgeräusch erkennen, das ist heute nicht mehr so und mag auch damit zusammenhängen. Jedenfalls fährt meine Frau momentan im Sommer auch Winterreifen und da hört man kein Pfeifen (ich halte davon nichts, aber das hat sie mit dem Schwager ausgetüftelt, der ihr die umsonst besorgt hat, muss sie selber wissen).

Dennoch heißt es unisono, dass Winterreifen im Sommer schneller verschleißen und einen längeren Bremsweg haben, aus welchem technischen Grund auch immer. Ansonsten wäre der Winterreifen ein idealer Ganzjahresreifen. Diverse Testberichte besagen jedoch, dass schon bei leichten Plusgraden und trockener Fahrbahn ein Sommerreifen bessere Werte erzielt. Ein Winterreifen kann seine Vorteile erst bei rutschiger Fahrbahn voll ausspielen, daher passt die Bezeichnung "M+S" für "Matsch und Schnee" ganz gut. Nun könnte man daraus schließen, dass es besser sei, sich mit Sommerreifen so weit wie möglich an den ersten Schneefall heranzutasten. Allerdings ist das eine Milchmädchenrechnung, denn hier steht das Risiko eines leicht verlängerten Bremsweges in keinem Verhältnis zum nahezu totalen Gripverlust des Sommerreifens bei plötzlichem Schneefall, nächtlichem Bodenfrost in dem an sich noch milden Herbstmonaten etc.
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Re: Winterreifen

Beitragvon niceKatjes » Do 16. Dez 2010, 23:54

"Dennoch heißt es unisono, dass Winterreifen im Sommer schneller verschleißen und einen längeren Bremsweg haben",
ja genau, einen viel längeren, deshalb bin ich für Sommerreifenpflicht :grins: , denn die Bereifung soll ja der Witterung angepasst sein :smile:
Es ist sicher genauso fahrlässig, mit Winterreifen im Sommer zu fahren wie umgekhrt mit Sommereifen im Schnee zu fahren.
"Auf trockener Fahrbahn liegen die Schwächen reiner Winterreifen vor allem im Brems-Verhalten. Je nach Temperatur bedeutet das bei Tempo 100 einen zusätzlichen Anhalteweg von rund 16 Metern.
Auf trockener Fahrbahn liegen die Schwächen reiner Winterreifen vor allem im Brems-Verhalten. Je nach Temperatur bedeutet das bei Tempo 100 einen zusätzlichen Anhalteweg von rund 16 Metern. Beim Handling sind die Unterschiede nicht so extrem. Während sie bei niedrigeren Temperaturen gute Ergebnisse erzielten, ließ das Grip-Niveau bei höheren Temperaturen im Schnitt um eine dreiviertel Note nach. Mit zunehmendem Fahrzeuggewicht, etwa durch Urlaubsgepäck, zeigt sich zudem eine deutliche Verschlechterung in der Fahrstabilität. Dies ist vor allem bei kleinen Lenkbewegungen in lang gezogenen Kurven und Autobahnausfahrten zu spüren."
Hab ich gerade beim ADC gefunden, die haben bei 10 bis 13 Grad und 25 bis 30 Grad getestet, allerdings finde ich nicht, mit welcher Geschwindigkeit getestet wurde, ein 16 Meter längerer Bremsweg mit Winterreifen im Frühling oder Sommer sind jedenfalls beängstigende 16 Meter zuviel, also her mit der Sommerreifenpflicht :ja:
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Re: Winterreifen

Beitragvon Dreamer » Fr 17. Dez 2010, 00:07

16 Meter zusätzlicher Bremsweg bei 100 km/h sind heftig ... Habe ich so extrem noch nirgends gelesen. Normalerweise beträgt der Bremsweg bei Tempo 100 deutlich unter 40 m. Das bedeutet, dass dort, wo ein richtig bereiftes Fahrzeug zum Stehen kommt, ein anderes Auto mit den falschen Reifen noch über 40 km/h draufhat, wenn beide gleichzeitig gebremst haben.

Na ja, wer heute unterwegs war, wird die Winterreifenpflicht aber als Segen empfinden. Teilweise gab es bis zu 50 km Stau, an denen ich dank Navi in Gegenrichtung vorbeigefahren bin. Da das THW nur Decken und warme Getränke verteilt, aber keine heißen Frikadellen oder so, habe ich zugesehen, dass ich nach Hause kam.
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Re: Winterreifen

Beitragvon niceKatjes » Fr 17. Dez 2010, 00:09

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Re: Winterreifen

Beitragvon niceKatjes » Fr 17. Dez 2010, 00:12

:motz2: nicht ganz
bei Suche Winterreifen eintippen und dann gleich der 1. Beitrag
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Re: Winterreifen

Beitragvon Dreamer » Fr 17. Dez 2010, 00:14

Der Link klappt.

Müsste ich mal meiner Frau zeigen.
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Re: Winterreifen

Beitragvon niceKatjes » Fr 17. Dez 2010, 00:20

besser wäre das
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Re: Winterreifen

Beitragvon Dreamer » Fr 17. Dez 2010, 00:24

Frauen kann man mit Argumenten nicht beikommen, weißte doch selber ganz genau :happy:
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Re: Winterreifen

Beitragvon niceKatjes » Fr 17. Dez 2010, 00:25

aber mit Fakten schon :ja:
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