Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?




Schule, Ausbildung, Studium, Bewerbungen, Probleme am Arbeitsplatz, etc.

Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?

Beitragvon netzworker » Mo 25. Jan 2010, 15:11

Hallo an alle,

uns interessiert das Thema Ghostwriting aktuell in Verbindung mit akademischen Arbeiten - wie Abschlussarbeiten, Seminararbeiten und sonstigen Hausarbeiten. Wir haben auf unserer Plattform ein Ghostwritingprojekt von einem Studenten.
Was halten Sie von diesem Thema?

Wir haben eine kleine Umfrage zu diesem Thema vorbereitet und würden uns über eine Teilnahme sehr freuen - Dauer ca. 10 Sekunden:
[Link entfernt]

Die Ergebnisse werden bei uns auf der Plattform veröffentlich. Es sieht aktuell schon sehr interessant aus.

Viele Grüße
Zuletzt geändert von Dreamer am Mo 25. Jan 2010, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: kommerzielle Inhalte entfernt
netzworker
 
Beiträge: 1
Registriert: Mo 25. Jan 2010, 14:56
Geschlecht: männlich

von Anzeige » Mo 25. Jan 2010, 15:11

Anzeige
 

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?

Beitragvon Dreamer » Mo 25. Jan 2010, 16:27

Über das Thema kann hier im Forum gerne diskutiert werden, allerdings hat dabei jeglicher Eindruck kommerzieller Beweggründe zu unterbleiben.

Dieser Eindruck entsteht jedoch, wenn die "Umfrage" gleichzeitig in einer Vielzahl von Foren untergebracht wird und dazu noch ein Dienstleistungsunternehmen dahinter steckt.

Da wir kein Werbeforum sind, habe ich den Link folglich entfernt. Ich verweise diesbezüglich auf unsere Forenregeln. Das Team behält sich bei weiteren Verstößen entsprechende Schritte vor.
Ein Mann wie ein Baum - sie nannten ihn Bonsai.
Benutzeravatar
Dreamer
Redakteur / Co-Admin
 
Beiträge: 8355
Registriert: Fr 22. Aug 2008, 19:20
Wohnort: NRW
Geschlecht: männlich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?

Beitragvon mue1837 » Mo 25. Jan 2010, 18:40

Da ich das Thema durchaus interesant finde habe ich jetzt doch mal "dr. google" befragt:

Es stellt sich, wenn ich es auf die schnelle richtig herausgefildert habe,
die Frage um welche Art von "chostwriting" handelt es sich?

burg-halle.de hat geschrieben:Recht­lich unan­tastbar und …
Für Thomas Nemet ist es ganz ein­deutig, dass ACAD-​Write sich im gesetz­li­chen Rahmen bewegt, denn „recht­liche Pro­bleme gab es noch nie.« Es fehlt auch die Grund­lage dafür, denn wis­sen­schaft­li­ches Ghost­wri­ting ist erlaubt und ver­steht sich als Denk­hilfe für den Kunden. So ist in der Bro­schüre „Aka­de­mi­sches Ghost­wri­ting«, die von ACAD-​Write her­aus­ge­geben wird und an der Nemet mit­schrieb, zu lesen: „Im Gegen­satz zum »kon­ven­tio­nellen« Ghost­wri­ting […] kommt es beim aka­de­mi­schen Ghost­wri­ting darauf an, dem Kunden eine Art Sprung­brett zu bauen. Mit dieser »Geh­hilfe« aus­ge­stattet sollte es für ihn ein leichtes sein, anhand eines auf­ge­zeigten Lösungs­weges selbst aus dem Dickicht seiner gesam­melten Daten zu finden.« Die fer­tigen Texte, die ACAD-​Write seinen Kunden lie­fert, sind nur bei­spiel­hafte Manu­skripte, an denen man sich ori­en­tieren soll, wenn man die Arbeit später selber schreibt. Dieses Ver­ständnis der eigenen Tätig­keit lässt sich das Unter­nehmen auch schrift­lich ver­si­chern. Jeder Klient muss eine Erklä­rung unter­schreiben, in der steht, dass er den erstellten Text nicht als seinen eigenen aus­geben wird. Was Pla­giat und Betrug anbe­langt, ist ACAD-​Write damit recht­lich abge­si­chert, der Rest liegt, wie Thomas Nemet sagt, beim Kunden selbst: „Es ist wie die Sache mit dem Messer, dass man überall kaufen kann. Wenn man damit seine Schwie­ger­mutter um die Ecke bringt, dann muss man das selber ver­ant­worten und nicht der Messerhersteller.«


ergo, gegen akademisches ghostwriting ist im grundsatz nix einzuwenden, wenn die "vorschriften" beachtet werden.
beim komerziellem ghostwriting dürfte es sich also um eine art komplettausarbeitung handeln,
also nicht um die arbeit eines studenten, welches ggf der urkundenfälschung und dem betrug gleichkommen könnte?


:lesen:
LG mue :pc:
Bevor Du urteilen willst, über mich oder mein Leben,ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
durchlaufe die Straßen, Berge und Täler, fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freuden...
und erst DANN kannst Du über mich urteilen...
Benutzeravatar
mue1837
Moderator
 
Beiträge: 10472
Registriert: Sa 30. Aug 2008, 00:38
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Geschlecht: männlich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?

Beitragvon Pointy » Mo 25. Jan 2010, 23:42

Hallo,
bis zur abschliessenden Klärung werde ich das Thema schliessen.
Ich hoffe das dies in einem angemessenen Zeitraum geschieht und ich diesen Faden zeitnah
wieder öffnen und zur Diskussion freigeben kann.

MfG
Pointy
Mein Name ist Pointy, ich weiß Bescheid! :peitsch:
Benutzeravatar
Pointy
Administratorin
 
Beiträge: 3970
Registriert: Fr 29. Aug 2008, 17:17
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht: weiblich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?

Beitragvon Pointy » Di 26. Jan 2010, 01:07

Hallo,
es darf nun diskutiert werden.
Viel Spaß !
Mein Name ist Pointy, ich weiß Bescheid! :peitsch:
Benutzeravatar
Pointy
Administratorin
 
Beiträge: 3970
Registriert: Fr 29. Aug 2008, 17:17
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht: weiblich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?

Beitragvon mue1837 » Di 26. Jan 2010, 11:35

Auf anregung zur ergänzung meines betrags:

es gibt einen unterschied zwischen akademischen und konventionellen ghostwriting.


    beim akademischen ghostwriting bekommt man textbausteine mit quellenangaben usw,
    welche man selber umschreiben muss

    das konventionelle ghostwriting ist das thema komplett von anderen fertig schreiben zu lassen
    und dann als eigene (student) arbeit zu verkaufen
    (klassisch, der gekaufte doktor)

:lesen:
LG mue :pc:
Bevor Du urteilen willst, über mich oder mein Leben,ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
durchlaufe die Straßen, Berge und Täler, fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freuden...
und erst DANN kannst Du über mich urteilen...
Benutzeravatar
mue1837
Moderator
 
Beiträge: 10472
Registriert: Sa 30. Aug 2008, 00:38
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Geschlecht: männlich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?

Beitragvon jerrycornelius » Di 26. Jan 2010, 11:42

mue1837 hat geschrieben:
es gibt einen unterschied zwischen akademischen und konventionellen ghostwriting.


    beim akademischen ghostwriting bekommt man textbausteine mit quellenangaben usw,
    welche man selber umschreiben muss

    das konventionelle ghostwriting ist das thema komplett von anderen fertig schreiben zu lassen
    und dann als eigene (student) arbeit zu verkaufen
    (klassisch, der gekaufte doktor)

:lesen:


richtig, es gibt einen Unterschied. Gemeinsam ist beidem allerdings, dass man richtiges wissenschaftliches Arbeiten so nicht lernt. Sinnvoll und wissenschaftlich angemessen sind hingegen kleine Gruppen, in denen man das diskutiert, was man gelesen bzw. geschrieben hat, und auf dieser Grundlage dann selbst weiter entwickelt.
Benutzeravatar
jerrycornelius
 
Beiträge: 44
Registriert: Mi 20. Jan 2010, 17:56
Wohnort: Mitteleuropa
Geschlecht: männlich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?

Beitragvon Dreamer » Di 26. Jan 2010, 13:21

Zur moralischen und wissenschaftlichen Bewertung muss man denke ich nicht viel sagen. Eine akademische Arbeit, die derjenige nicht selber erstellt hat, ist das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurde.

Auch wenn es Unterschiede in der Vorgehensweise gibt, so kommt man am Ende fast immer zu demselben Ergebnis.

Denn jede Hochschule hat eine Prüfungsordnung, die die Voraussetzungen für die Gültigkeit der Abschlussarbeiten auflistet.

Dort finden sich Regeln zur Zitierweise, die insofern strenger als das normale Urheberrecht sind, nämlich als dass dort jeder fremde Text (und nicht nur schöpferische Werke) und dabei auch sinngemäße (und nicht nur wörtliche bzw. annähernd wörtliche) Übernahmen kennzeichnungspflichtig sind. Dadurch ist schlussendlich auch der Tatsachengehalt mit einer Quellenangabe zu belegen. Das betrifft dann auch die Fälle des "akademischen" Ghostwriting, bei dem fremde Texte einfach in eigene Worte gefasst werden (was außerhalb von Prüfungsarbeiten zulässig wäre).

Auch sind nach dem Urheberrecht keine fremden Texte kennzeichnungspflichtig, an denen man entsprechende Nutzungsrechte hat (was auch das Ghostwriting einschließt). Bei akademischen Arbeiten muss man jedoch sehr wohl versichern, dass man die Arbeit insgesamt eigenständig angefertigt hat.

Wurden nicht all diese Punkte eingehalten, dann wurde der Abschluss nicht wirksam erteilt und ist folglich abzuerkennen.

Hier mal eine solche Erklärung als Beispiel:
http://www.tu-dortmund.de/uni/studieren ... herung.pdf


Gibt man diese Erklärung wahrheitswidrig ab, handelt es sich um eine Straftat. Man wird also nicht bestraft, weil man bei der Erstellung der Arbeit geschummelt hat, sondern weil man bei der eidesstattlichen Versicherung gelogen hat.

Strafbar macht sich zudem auch derjenige, der akademische Grade unbefugt trägt. Ob dies auch bei zwar erschummelten, aber dennoch offiziell verliehenen Titel gilt, kann ich jedoch gerade nicht sagen.

Ein Betrugstatbestand (also Unterschlagung, Betrug im engeren Sinne etc.) kommt erst dann in Frage, wenn eine Vermögensverfügung mit ins Spiel kommt, also man aufgrund seines Titels eine entsprechende Stelle bekommt oder z.B. als Arzt freiberuflich tätig wird.

Urkundenfälschung kommt dagegen nur dann in Frage, wenn man sich selber eine Urkunde "bastelt", womit hier das Zertifikat gemeint ist, welches die Berechtigung zum Tragen des Titels beinhaltet (und nicht die akademische Arbeit, da man eigene Dokumente schlecht fälschen kann). Beim Ghostwriting ist das ja eben nicht der Fall, die Urkunde wird ja offiziell übergeben, wenn auch aufgrund der Vorspiegelung falscher Tatsachen.

Desweiteren besteht arbeitsrechtlich ein außerordentliches Kündigungsrecht, wenn der Arbeitgeber erfährt, dass der Mitarbeiter bei seinen Qualifikationen falsche Angaben gemacht hat.

jerrycornelius hat geschrieben:Gemeinsam ist beidem allerdings, dass man richtiges wissenschaftliches Arbeiten so nicht lernt. Sinnvoll und wissenschaftlich angemessen sind hingegen kleine Gruppen, in denen man das diskutiert, was man gelesen bzw. geschrieben hat, und auf dieser Grundlage dann selbst weiter entwickelt.


:top:
Ein Mann wie ein Baum - sie nannten ihn Bonsai.
Benutzeravatar
Dreamer
Redakteur / Co-Admin
 
Beiträge: 8355
Registriert: Fr 22. Aug 2008, 19:20
Wohnort: NRW
Geschlecht: männlich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?

Beitragvon Happy » Mo 15. Feb 2010, 15:36

Als ich meine Diplomarbeit schrieb, habe ich nicht im Traum daran gedacht, andere mitschreiben zu lassen. Zu ärgerlich wäre es gewesen, nachträglich meinen Titel aberkannt zu bekommen.

Außerdem habe ich auch meinen Stolz, ich würde nicht darüber hinwegkommen, mich am Ende meines Studiums mit fremden Federn geschmückt zu haben.....
Benutzeravatar
Happy
 
Beiträge: 338
Registriert: Mi 14. Jan 2009, 10:58
Geschlecht: weiblich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerflich?

Beitragvon Dreamer » Di 16. Feb 2010, 00:18

Ich habe mal eine Hausarbeit einem Kollegen als Datei weitergegeben. Damals brauchte er den Schein und ich das Geld. Abgemacht war, dass er das nur als grobe Vorlage nimmt (heute würde man wohl akademisches Ghostwriting dazu sagen ...). Na ja, die faule Socke hat nur den Namen geändert, sonst nichts. Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich einerseits geflucht, andererseits gezittert habe, dass das nicht auffliegt. Es ist sogar tatsächlich nicht aufgeflogen. Aber mein Kollege hat sich damals aufgeregt, dass er eine minimal schlechtere Note bekommen hat als ich. Dabei war er ein Jahr später dran als ich und damit die Quellen teilweise nicht mehr ganz aktuell, worauf der Prof aber sehr viel Wert gelegt hat. Folglich war an der Benotung gar nichts auszusetzen.

Heute kann ich darüber schmunzeln, damals war mir das eine Lehre.
Ein Mann wie ein Baum - sie nannten ihn Bonsai.
Benutzeravatar
Dreamer
Redakteur / Co-Admin
 
Beiträge: 8355
Registriert: Fr 22. Aug 2008, 19:20
Wohnort: NRW
Geschlecht: männlich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerfli

Beitragvon Dreamer » Fr 18. Feb 2011, 00:29

Diesen Thread empfehle ich mal Herrn (Dr.) zu Guttenberg ...
Ein Mann wie ein Baum - sie nannten ihn Bonsai.
Benutzeravatar
Dreamer
Redakteur / Co-Admin
 
Beiträge: 8355
Registriert: Fr 22. Aug 2008, 19:20
Wohnort: NRW
Geschlecht: männlich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerfli

Beitragvon Pointy » Fr 25. Feb 2011, 23:51

Du bist böse :happy:
Mein Name ist Pointy, ich weiß Bescheid! :peitsch:
Benutzeravatar
Pointy
Administratorin
 
Beiträge: 3970
Registriert: Fr 29. Aug 2008, 17:17
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht: weiblich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerfli

Beitragvon Dreamer » Sa 26. Feb 2011, 19:16

Hat der garantiert nicht gelesen ...

Jetzt hat er den Salat :happy:
Ein Mann wie ein Baum - sie nannten ihn Bonsai.
Benutzeravatar
Dreamer
Redakteur / Co-Admin
 
Beiträge: 8355
Registriert: Fr 22. Aug 2008, 19:20
Wohnort: NRW
Geschlecht: männlich

Re: Abschlussarbeit (teilweise) schreiben lassen - verwerfli

Beitragvon Dreamer » Do 3. Mär 2011, 16:09

Dreamer hat geschrieben:Gibt man diese Erklärung wahrheitswidrig ab, handelt es sich um eine Straftat. Man wird also nicht bestraft, weil man bei der Erstellung der Arbeit geschummelt hat, sondern weil man bei der eidesstattlichen Versicherung gelogen hat.


Gegen den zeitweisen Dr. zu Guttenberg ermittelt die Staatsanwaltschaft seit heute offiziell wegen erheblicher Verstöße gegen das Urheberrecht. Vorbei also die Zeit, in der man das Ergebnis der Prüfungen durch die Uni Bayreuth abwarten oder erst einmal ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung prüfen wollte. Über die falsche eidesstattliche Versicherung liest man dagegen wenig.

Der Unterschied zu meinem zitierten Text dürfte darin bestehen, dass zu Guttenberg seine Doktorarbeit veröffentlicht und folglich damit Geld verdient hat. Das ist dann letztendlich nicht viel anders als der Unterschied zwischen dem Ausleihen und Brennen einer CD eines Kumpels (im gewissen Rahmen erlaubt) oder aber dem Verkauf von schwarz gebrannten CDs. Letzteres ist ganz klar eine Straftat und zu Guttenberg wird sich in ähnlicher Form wie ein Raubkopierer verantworten müssen.

Es sind etliche Anzeigen eingegangen gegen zu Guttenberg. Die meisten davon dürften von denjenigen stammen, denen er selber indirekt mit Strafanträgen wegen angeblicher übler Nachrede gedroht hat (in der Fragestunde des Bundestages hat zu Guttenberg mitgeteilt, die Vorwürfe gegen ihn könnten durchaus „eine strafrechtliche Relevanz in sich tragen“).

Dabei dürfte ihm der Vorsatz leicht nachzuweisen sein. Zum einen handelt es sich um eine Fülle von fremden Texten, die allermeisten ungekennzeichnet, zum anderen wurden diese ungekennzeichneten Fremdtexte dann auch noch leicht bearbeitet. Zu Guttenberg wird hier in arge Erklärungsnöte kommen, wobei ich persönlich ihm durchaus glaube, dass er wirklich nichts davon wusste. Vielmehr kann ich mir folgende Unterhaltung gut vorstellen:

Zu Guttenberg: "Du, die sagen, die Arbeit sei ein Plagiat. Haste was abgeschrieben?"
Ghostwriter: "Nee, is' alles echt. Also das ist sowas von abstrus."
Zu Guttenberg: "Meine Damen und Herren, die Plagiatsvorwürfe sind abstrus!"

Wahrscheinlich hat er den Ghostwriter mittlerweile gefeuert ...

Ich muss sagen, mich selber haut der Vorwurf bzw. die Tatsache, dass zu Guttenbergs Doktorarbeit ein Plagiat ist, nicht vom Hocker. Dafür müsste er sich dann verantworten und gut ist. Skandale sehen für mich anders aus. Nämlich zum Beispiel so, dass, obwohl man hätte erkennen müssen, dass der Schwindel auffliegt, man immer noch felsenfest behauptet, alles sei echt, und dann noch die Gegner runterputzt. Dazu gehört schon eine gewisse Selbstherrlichkeit. Deshalb war der Rücktritt auch überfällig. Schuld daran sind auch weder diejenigen, die ihm angeblich eins auswischen wollten, noch die Soldaten, an deren Beerdigung er noch teilzunehmen sich verpflichtet fühlte, sondern einzig und allein seine Überheblichkeit, die in dieser Affäre durchblitzte. Dabei hätte der Mann alles haben können, so wie der in den Medien schon gehandelt wurde ...
Ein Mann wie ein Baum - sie nannten ihn Bonsai.
Benutzeravatar
Dreamer
Redakteur / Co-Admin
 
Beiträge: 8355
Registriert: Fr 22. Aug 2008, 19:20
Wohnort: NRW
Geschlecht: männlich



Ähnliche Beiträge

Auto verwerten lassen - Was beachten?
Forum: Auto & Verkehr
Autor: Digny
Antworten: 1
Warum schreiben hier so wenige?
Forum: Support
Autor: Manesse
Antworten: 9
Haare transplantieren lassen als Frau
Forum: Plauderecke
Autor: Hannebeck
Antworten: 2

Zurück zu Bildung, Job & Karriere

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron